Ein letzter Flug nach Nimmerland – der zauberhafte Abschied unserer Schulis
Ein ereignisreiches letztes Kindergartenjahr fand Anfang Juli seinen krönenden Höhepunkt: Am 2. Juli 2026 wurde endlich der lang ersehnte Abschlusstag der Schulis gefeiert.
Schon am Morgen wurden die zukünftigen Schulkinder im Kindergarten von einem goldenen Schiff begrüßt, das sie mitten hinein in die Welt von Peter Pan entführte. Im Laufe des Vormittags verwandelten die Kinder die Flure mit viel Freude und Kreativität passend zu ihrem Abschlussthema in ein kleines Nimmerland. Die Vorfreude auf den besonderen Tag war überall zu spüren. Durch das gemeinsame Dekorieren, Spielen und Lachen verging die Zeit wie im Flug und half den Kindern, die große Aufregung ein wenig zu vergessen – oder zumindest das „Feuerwerk im Bauch“, wie es eines der Kinder so treffend beschrieb. Gegen Mittag präsentierten die Schulis ihren Mamas, Papas, Omas und Opas voller Stolz die liebevoll gestaltete Dekoration. Anschließend ging es für alle noch einmal nach Hause, um sich vor dem großen Abenteuer auszuruhen und zu stärken.
Um 14.30 Uhr trafen sich die Schulis gemeinsam mit ihren Familien und den Erzieherinnen und Erziehern am Sportplatz. Von dort aus begann ihr letztes gemeinsames Abenteuer als Kindergartenkinder. Peter Pan hatte Käpt'n Hook seinen wertvollsten Schatz gestohlen – doch leider vergessen, wo er ihn versteckt hatte. So machten sich alle gemeinsam auf die Suche nach dem geheimnisvollen Piratenschatz. Entlang der Wege und zwischen den Bäumen warteten geheimnisvolle Hinweise darauf, entdeckt zu werden. Schritt für Schritt führten sie Peter Pan und die kleinen Abenteurer ihrem Ziel näher und ließen die Spannung mit jedem gefundenen Hinweis weiter wachsen. Hilfe erhielten die kleinen und großen Abenteurer von zwei geheimnisvollen Feen, die ihnen mitten im Wald begegneten. Mit einer Prise Feenstaub, ein wenig Zauberei und ganz viel Herz standen sie den Kindern, ihren Eltern und den Erziehern zur Seite. Eigentlich war das nichts Neues, denn genau so hatten sie die Kinder schon während ihrer gesamten Kindergartenzeit begleitet. Am Ende wurde das Geheimnis gelüftet: Hinter den beiden Feen verbargen sich niemand Geringeres als Frau Klenovsky und Frau Hille-Hörnig.
Voller Tatendrang zog die kleine Abenteurergruppe weiter durch den Wald. Mit jedem Schritt wuchs die Spannung, doch als schon fast niemand mehr daran glaubte, den geheimnisvollen Schatz tatsächlich zu finden, entdeckten die Kinder zwischen ein paar Büschen am Rande des Scheiderwalds plötzlich die lang gesuchte Schatztruhe. Die Freude war riesig! Vorsichtig wurde der kostbare Fund in Sicherheit gebracht.
Nach einer kurzen Trinkpause trugen die stolzen Schatzsucher die Truhe auf den Festplatz, wo sie in die Mitte gestellt wurde. Neugierig und mit funkelnden Augen versammelten sich alle Kinder und Erwachsenen im Kreis um sie herum – gespannt darauf, welches Geheimnis sie wohl bergen würde.
Mit einem geheimnisvollen Lächeln öffnete Frau Brinkmann die Schatztruhe. Darin verbargen sich viele kleine Schatzkästchen, dekoriert mit einer zarten Feder, geheimnisvollen Schriftrollen und – zur Verwunderung aller – sogar einem kleinen Duschkopf. Doch bevor jedes Schulkind seinen ganz persönlichen Schatz in den Händen halten durfte, wartete noch eine ganz besondere Überraschung.
Denn zunächst wartete auf jedes Schulkind eine ganz besondere „warme Dusche“ – allerdings nicht mit Wasser, sondern mit den schönsten Worten, die man sich vorstellen kann. Gemeinsam erinnerten sich Kinder und Erwachsene an all die wunderbaren Eigenschaften, besonderen Talente und kleinen Eigenheiten, die jeden Schuli einzigartig machen. Es wurde erzählt, was die Kinder besonders gut können, was sie begeistert und was sie für alle so wertvoll macht. Dabei wurde schnell deutlich: Schätze kann man nicht nur finden – jeder Mensch trägt seinen ganz eigenen, kostbaren Schatz in sich.
Geduldig, manchmal ein wenig schüchtern und gelegentlich voller Aufregung lauschten die Schulkinder ihren ganz persönlichen Herzensworten und nahmen jedes einzelne liebevolle Wort sichtbar bewegt entgegen. Anschließend durfte jedes Kind sein eigenes Schatzkästchen entgegennehmen und erhielt außerdem einen Peter-Pan-Hut, der später noch eine ganz besondere Rolle spielen sollte.
Was die Schulis an diesem Tag eindrucksvoll unter Beweis stellten, war ihre unendliche Geduld – vermutlich hatten sie diese das ganze vergangene Jahr bis genau zu diesem Moment sorgsam aufbewahrt. Denn nach der warmen Dusche wartete das wohl zauberhafteste Highlight des Tages – eines, das ganz bestimmt noch lange in den Herzen aller Anwesenden weiterfunkeln wird.
Wie von einer unsichtbaren Feenhand geführt reihten sich die Kinder zwischen Frau Brinkmann, Frau Garrecht und Herrn Püttmann ein – bereit, gemeinsam ein kleines Stück Magie entstehen zu lassen.
Die ersten Töne der Musik erfüllten den Platz und die Schulis begannen ihren Tanz. Mit viel Freude und Fleiß hatten sie ihn über viele Tage hinweg geübt. Die Choreografie kannten sie längst im Schlaf und auch den Maxis und den Mittleren hatten sie ihren Tanz bereits vorgeführt. Generalproben hatte es also reichlich gegeben. Doch dieser Auftritt war etwas ganz Besonderes – heute blickten die Menschen zu, die ihnen am meisten bedeuten: ihre Familien.
Von der Aufregung, von der die Kinder später noch erzählten, war während des Tanzes nichts zu spüren. Leichtfüßig wirbelten die kleinen Peter Pans über den Platz, als hätte sie eine Prise Feenstaub erfasst. Mit jeder Drehung und jedem Schritt schienen sie ein Stück höher zu schweben. So sicher, so voller Freude und mit so viel Leichtigkeit tanzten sie, dass man beinahe glauben konnte, sie seien für einen kleinen Augenblick gemeinsam nach Nimmerland geflogen.
Als die letzten Töne verklungen waren, huschte ein stolzes Lächeln über jedes Kindergesicht. Die Schulis strahlten mit der Sonne um die Wette – und ihre Eltern wohl mindestens genauso. Nicht wenige Augen glänzten dabei verdächtig. Eine Mutter erzählte später lachend, man habe ihr vorsorglich geraten, eine Packung Taschentücher mitzunehmen. Rückblickend, so meinte sie schmunzelnd, wären zwei wohl die bessere Wahl gewesen. Und als hätte selbst das Wetter diesen besonderen Moment begleiten wollen, schickte der Himmel kurz darauf einen kleinen Regenschauer vorbei. Schnell entstand der Verdacht, dass dieser heimlich bestellt worden war – damit sich die ein oder andere Freudenträne unbemerkt zwischen die Regentropfen mischen konnte.
Frisch „geduscht“, wieder sanft auf dem Boden gelandet und mit leuchtenden Augen zog es die kleinen Feen und Abenteurer schließlich weiter zum liebevoll vorbereiteten Buffet mit knusprigen Bratwürsten, knackigen Gemüsesticks und vielen weiteren Leckereien.
Neben dem leiblichen Wohl war mit zahlreichen Spielstationen auch für Unterhaltung gesorgt. Ob bei der Krokodilfütterung, dem Piratenhaken-Ringewurf, dem Schwertkampf auf hoher See, dem Bootwettrennen, dem Tauziehen oder den vielen weiteren Abenteuern – überall wurde gelacht, angefeuert und mit großer Begeisterung gespielt.
Am aller beliebtesten waren jedoch das Kinderschminken und die funkelnden Glitzertattoos. Frau Schreiber von Funface erfüllte gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin einen Kindertraum nach dem anderen. Selbst nach vier Stunden Schminken waren beide noch immer mit ebenso viel Freude und Herzblut dabei wie zu Beginn. Ihr Wunsch war es, jedem Kind seinen ganz persönlichen Schminktraum zu erfüllen – und das gelang ihnen auf zauberhafte Weise. So spazierten am Ende des Tages fröhliche Feen, mutige Piraten, geheimnisvolle Nixen und viele weitere Fantasiegestalten über das Festgelände.
Ein weiterer magischer Ort, den kaum jemand ausließ, war die Fotostation. Mit viel Liebe wurde sie von Frau Flöth gestaltet und betreut. Hier konnten sich Kinder und Eltern gemeinsam in Piraten, Krokodile oder Peter Pan verwandeln und ein wunderschönes Erinnerungsfoto festhalten – als zauberhafte Erinnerung an den besonderen Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind und an einen Tag voller kleiner Wunder.
Bei dem gemütlichen Beisammensein ließen Familien, Kinder und Team den Abschlusstag gemeinsam ausklingen. Es wurde gelacht, in Erinnerungen an die vergangenen Jahre geschwelgt und so manche lustige Anekdote erzählt. Zwischen all den fröhlichen Gesprächen durfte natürlich auch ein kleiner Blick in die Zukunft nicht fehlen – welche spannenden Abenteuer wohl schon hinter der nächsten Wolke auf unsere Schulis warten?
Als sich der Abschlusstag schließlich seinem Ende näherte und die letzten Sonnenstrahlen das Fest nach dem vorhergegangenen Regenschauer verzauberten, versammelten die Elternvertreterinnen noch einmal alle Schulis, ihre Familien und Erzieher. Mit herzlichen Worten bedankten sie sich für die gemeinsame Reise durch die Kindergartenzeit und überreichten den Erzieherinnen und Erziehern ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk: eine Regentonne für unsere Gartenwerkstatt.
Fast schien es, als hätte Tinkerbell ihre Hände im Spiel gehabt, denn dieses Geschenk kam genau zur richtigen Zeit – schon oft hatten wir davon gesprochen, eine Regentonne anzuschaffen. Doch diese war noch viel mehr als nur eine Regentonne: Auf ihr leuchten die Namen aller Schulis. So werden sie uns noch lange an die vielen kleinen und großen Abenteuer erinnern, die wir gemeinsam erleben durften. Auch wenn unsere kleinen Peter Pans nun ihre Flügel ausbreiten und zu neuen Abenteuern aufbrechen, bleibt ein Stück von ihnen für immer bei uns – wie ein wenig Feenstaub, der noch lange weiterfunkelt.
Autorin: Tanja Wüste








